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Wissenschaftlicher Name
Tapirus terrestris
Weitere Bezeichnungen
Südamerikanischer Tapir, Brasilianischer Tapir

Flachlandtapir - Weibchen (links) und Jungtier (rechts)
Beschreibung
Der Flachlandtapir ist die häufigste Tapirart. Er ist über weite Teile Südamerikas verbreitet, wird jedoch durch regionale Bejagung und Kultivierung von Wäldern und Feuchtgebieten dezimiert. Typisch für diese Art sind die einheitlich braune Färbung und der stark ausgeprägte Nackenwulst. Nach Berichten von Indianern locken die Tapire Vögel an, um sich von Zecken befreien zu lassen.
Besondere Merkmale
Nackenkamm mit kurzer Mähne, reicht vom Scheitel bis zu den Schultern, Schädelprofil konkav (etwas nach innen gewölbt), hinter- und unterhalb des Auges sowie am Unterkiefer dunkler Fleck, wahrscheinlich Drüsenfeld, äußere Vorderzehe etwas kürzer
Färbung
Kopf, Rumpf und Beine einheitlich hell-, grau- oder schwarzbraun, Kehle und Brust etwas heller, weiße Ränder an Spitze und Basis der Ohrmuscheln, Hufe hell oder dunkel mit z.T. heller Basis, erste Zehe etwas kürzer Jungtiere Grundfarbe wie Eltern, an Kehle, Brust und Bauch heller, mit gelblichen, parallel über Rücken und Flanke ziehenden Längsstreifen und Punkten

Flachlandtapir - Profil mit typischen Merkmalen (links) und Schädel (rechts, nach HERSHKOVITZ 1954)

Skizze des rechten Vorderfußes
Größe
Kopf-Rumpf-Länge 175-215 cm, Schulterhöhe 75-110 cm, Schwanzlänge 5-10 cm
Gewicht
180-300 kg, Weibchen meist etwas schwerer als Männchen
Lebensraum
Tieflandregenwälder, Überflutungsgebiete (Amazonas-Ebene), Galeriewälder und Trockengebiete (Gran Chaco), bis 1.200 m ü.N.N.
Verbreitungsgebiet tropisches Südamerika östlich der Anden von Nordkolumbien und Venezuela bis Südbrasilien und Nordargentinien

Verbreitung des Flachlandtapirs. Grafik aus: BROOKS, D. M., BODMER, R. E., MATOLA, S. 1997: Tapirs - Status Survey and Conservation Action Plan. IUCN/SSC Tapir Specialist Group. IUCN, Gland and Cambridge.
Unterarten
T. terrestris aenigmaticus: Südostkolumbien, Ecuador, Peru; T. terrestris colombianus: Nordkolumbien; T. terrestris spegazzinii: Südostbrasilien, Bolivien, Paraguay, Argentinien; T. terrestris terrestris: Surinam, Französisch Guyana, Brasilien, Venezuela
Schutzstatus
IUCN* Rote Liste: Near Threatened = leicht bedroht CITES**: Anhang I = internationales kommerzielles Handelsverbot
Bestandszahlen
Freiland mehrere 100.000, Zoohaltungen über 500 Tiere
* International Union for the Conservation of Nature ** Convention on International Trade in Endangered Species
Weitere Informationen
Merkmale Lebensweise Zahlen & Fakten
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