4TAPIRS
 
 
Home

Service

Steckbrief

Biologie

Naturschutz

Forschung

Sprachauswahl
Sprache auswählen:


Kategorie: Merkmale

In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:
  Merkmale: Was den Tapir zum Tapir macht
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 26. September 2003, 20:22 Uhr
 
  Biologie
3159 Aufrufe




Verwandtschaft

Obwohl Tapire (Familie Tapiridae) von ihrer äußeren Gestalt eher Schweinen ähneln und ihr kurzer Rüssel an Elefanten erinnert, sind sie am engsten mit Nashörnern verwandt. Dies belegen sowohl die Auswertung von Fossilfunden wie auch genetische Untersuchungen. Gemeinsam mit Nashörnern und Pferden bilden Tapire die Gruppe der Unpaarhufer (Ordnung Perissodactyla). Als Träger von Haaren und Milchdrüsen gehören sie selbstverständlich zu den Säugetieren (Klasse Mamalia).

Im Laufe ihrer Entwicklung (Evolution) haben Tapire bestimmte Merkmale ausgebildet, durch deren Besitz sie sich als einheitliche Gruppe mit gemeinsamer Abstammung definieren lassen. Die Familie der Tapire umfasst heute vier Arten: Flachland-, Berg- und Baird's-Tapir in Süd- und Mittelamerika und den Schabrackentapir in Südostasien.


Rüssel

Charakteristisch für Tapire ist ihr kurzer, muskulöser Rüssel, der eine Verlängerung von Nase und Oberlippe darstellt. Das flexible, d.h. verlängerbare und nach allen Seiten bewegliche Gebilde, setzen die Tiere zur Aufnahme von Gerüchen, zum Abtasten von Gegenständen und zum Greifen von Zweigen ein. Ein kleiner Wulst an der Spitze des Rüssels hilft dabei. Die Urtapire haben diesen Rüssel noch nicht besessen. Die mit dessen Ausprägung verbundenen Veränderungen am Schädel - stark nach hinten versetzte Nasenöffnung, fehlende knöcherne Scheidewand und größere Ansatzflächen für die Muskulatur - verleihen dem Schädel sein längliches Aussehen.





Gebiss

Das Gebiss aus niedrigkronigen (flachen), mit zwei Querleisten versehenen Mahlzähnen ist auf die Verarbeitung von faserarmer Blattnahrung ausgelegt. Die große Lücke (Diastema) zwischen Eck- und Mahlzähnen ist typisch für pflanzenfressende Säugetiere. Mit den Schneidezähnen wird die Nahrung festgehalten und abgebissen, die Mahlzähne besorgen das Zerkleinern der Futterstücke. Die Abnutzung der Zähne ist im Gegensatz zu Pferden als überwiegenden Grasfressern nicht so stark, aber die Kaumuskeln sind zum Zerquetschen von Nahrung gut ausgebildet. Wie bei Nashörnern und Pferden findet die Verdauung mit Hilfe eines großen Blinddarms statt; Tapire sind keine Wiederkäuer.


Fußskelett

Tapire besitzen vier Zehen an jedem Vorderfuß und drei Zehen an jedem Hinterfuß. Im Vergleich zu uns Menschen fehlt ihnen der erste Finger ("Daumen") und die erste und fünfte Zehe ("große" und "kleine" Zehe). Das Endglied jeder Zehe ist von einem länglichen Huf bedeckt. Die nachwachsende Hornschicht der Hufe ist relativ weich und nutzt sich beim Gehen wieder ab. Die Anatomie des Fußskeletts ist maßgeblich für die Namensgebung der Unpaarzeher (Perissodactyla = Mesaxonia), da die Hauptlast des Körpers auf dem dritten (mittleren) Strahl im Hand- und Fußskelett ruht. Dieser bleibt bei den Einhufern mit reduzierter Zehenzahl als einziger bestehen.


Weitere Informationen

Evolution
Zahlen & Fakten
Verhalten



Steckbrief

Flachlandtapir
Bergtapir
Baird's-Tapir

Schabrackentapir


 



Diesen Beitrag weiterempfehlen Druckerfreundliche Ansicht
 

Partner

Zoohaltung

Begegnung

Fundgrube

Hintergrund

Impressum

User's Login







Das Außergewöhnliche vor der Ausrottung schützen!