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Kategorie: Portraits

In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:
  Portraits: berühmte und weniger bekannte Persönlichkeiten
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 17. Oktober 2003, 18:03 Uhr
 
  Hintergrund
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Jeder Tapir ist ein Individuum mit eigenem Charakter und eigener Geschichte. Das weiß freilich nur, wer sich intensiv mit ihnen befasst. Tierpfleger schließen ihre Pfleglinge ins Herz, die sie tagtäglich versorgen, Zoobesucher besuchen ihre Lieblingstiere, für die sie vielleicht sogar eine Patenschaft übernehmen, und Forscher bauen eine Beziehung zu den ausgewählten Tieren auf, deren Leben sie über Jahre begleiten.

Bekannt oder gar berühmt werden nur wenige Tapire, die es schaffen, das Interesse der Medien zu wecken. Ausgewählte Beispiele erzählen hier die Lebensgeschichte von einigen Individuen.


Die Patenkinder von „Zimmer frei“

Wer kennt nicht Aria und Jinak, das Schabrackentapir-Paar aus dem Zoo Dortmund und Patenkinder der WDR „Zimmer frei“-Moderatoren Christine Westermann und Götz Alsmann. Ausführliche Infos und eine Live-Webcam aus der Tapir-WG stehen auf der Homepage von „Zimmer frei“. Einige Ergänzungen gibt es hier:

Jinak wurde als vierter Sprößling von Elli (*17.11.1985 in Dortmund) und Paul (*24.04.1988 in Mulhouse, Frankreich) am 2. Februar 2000 in Dortmund geboren. Mit vier Monaten verlor er leider seine Mutter, so dass ihn die Tierpfleger mit der Flasche aufpäppeln mussten. Vater Paul wurde später an den Zoo Berlin abgegeben.





Die Eltern von Jinak: Elli (links) und Paul (rechts)



Seine älteren Geschwister Girang (*27.08.1993), Hutan (*17.09.1995) und Indah (*15.05.1998) hat Jinak nie kennen gelernt, da sie zum Zeitpunkt seiner Geburt schon längst erwachsen waren und in anderen Zoos lebten.

Aria (*13.07.1996) hatte einen weiten Weg von Oklahoma City, USA, nach München zurückgelegt, wo sie mit Nemo (* 27.05.1994 in Nürnberg) für Nachwuchs sorgen sollte. Da sich die beiden partout nicht ausstehen konnten, gab sie der Tierpark Hellabrunn im Sommer 2000 nach Dortmund ab, um die verstorbene Elli zu ersetzen.

Hier freundete sich der junge Jinak mit ihr an; er betrachtete sie zunächst als Pflegemutter, später als Lebensgefährtin. Diese fruchtbare Beziehung war bald von Erfolg gekrönt: Am 2. August 2003 kam ein Junge zur Welt, der zu Ehren des großen Paten den Namen Kakak Götz erhielt.

Jinak’s große Schwester Indah hat einen anderen Weg ins Internet gefunden:


Das Baby im Logo von 4TAPIRS

Indah, was auf Indonesisch „die Schöne“ bedeutet, machte ihrem Namen als Baby alle Ehre. Der Eindruck, den sie bei einem Doktoranden hinterließ, reichte zur Abbildung auf dem Titel seiner Dissertation und zur Aufnahme ins Logo von 4TAPIRS.

Mit sechs Wochen war Indah schon recht aufgeweckt. Sie erkundete ihr Gehege selbstständig, tollte ausgelassen herum und versteckte sich im Gebüsch, während Mutter Elli nach ihr suchte. Sogar einem Raubtierpfleger, der sie abends in den Stall schicken wollte, jagte sie mit weit aufgerissenem Maul und heftigem Fauchen einen gehörigen Schrecken ein.



         

Indah im Alter von drei Wochen in Dortmund und genau ein Jahr später in Nürnberg.



Im zarten Alter von sieben Monaten kam Indah nach Nürnberg, um nach dem Tod von Nemo’s Eltern mit dem jungen Henk aus Amsterdam (*24.04.1997) eine neue Zuchtgruppe aufzubauen. Wegen ihrer weißen Flecken an Wangen, Hals und Schultern nannten sie die Pfleger „Flöckchen“. Anfangs verhielt sich das Schabrackenmädchen in der neuen Umgebung sehr zurückhaltend, erkundete die neue Anlage nur zögernd und traute sich nicht ins Wasserbecken, das sie von zu Hause nicht kannte.

Mit Henk verstand sich Indah ausgezeichnet und wurde bereits mit 18 Monaten trächtig. Leider führte eine Entzündung zur Fehlgeburt. Am 9. Mai 2002 klappte es dann mit dem Nachwuchs, einem Töchterchen – gerade rechtzeitig, um an einer Untersuchung zur Lebensraumbereicherung teilzunehmen. Von dieser stammt das Foto, das den Nachwuchs mit ungewöhnlich stark ausgeprägter Weißfärbung zeigt.





Indah im Spätsommer 2002 mit ihrer Tochter. Foto: Susanne Zenzinger




Vorschau auf weitere Portraits

- Stanley: Pflegekind im Zeichen von „Odyssee 2001“
- Mona: auf einer Briefmarke verewigt
- Carmina: Guter Ausgang einer schweren Geburt
- Lilith: Biblisches Alter für einen Tapir



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