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Kategorie: Entdeckung

In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:
  Entdeckung: Dem Rätsel auf der Spur
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Donnerstag, 25. September 2003, 22:05 Uhr
 
  Hintergrund
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Entdeckungsgeschichte

Frühe Wissenschaftler wussten mit Tapiren wenig anzufangen. Carl von Linné, Begründer der biologischen Nomenklatur, beschrieb den Flachlandtapir 1766 als Hippopotamus terrestris (Land-Flußpferd). Berichten eines Naturwissenschaftlers, der 1772 in Sumatra ein schwarz-weiß gefärbtes Nashorn gesehen hatte, wollte man zunächst nicht glauben.

Die ersten Hinweise auf Tapire erreichten Europa um das Jahr 1500. Frühe Beschreibungen und Skizzen sind meist recht ungenau, da Informationen zunächst nur mündlich überliefert wurden und Zeichner das Tier selbst of nicht zu Gesicht bekamen. Die abendländische Wissenschaft stieß zuerst auf den Mittelamerikanischen Tapir. Von der ersten schriftlichen Erwähnung anno 1516 bis zur wissenschaftlichen Beschreibung 1865 vergingen sage und schreibe 349 Jahre.





Chinesisches Weihgefäß in Gestalt eines jungen Schabrackentapirs, 13. Jh. v. Chr.
Die Skulptur aus Bronze gilt seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen.
Foto mit freundl. Genehmigung von Dr. Herbert Butz, Museum für Ostasiatische Kunst, Berlin



Wenige Funde und ein unklares Verbreitungsgebiet hatten im 19. Jahrhundert zur Beschreibung von zwei zentralamerikanischen Arten, Tapirus bairdii und Tapirus dowii, geführt. In der Literatur ist als Folge davon gelegentlich von fünf Tapirarten die Rede (zuletzt 1960). Als Synonym für den Baird’s-Tapir (benannt nach dem US-amerikanischen Naturforscher Spencer F. Baird) findet auch der etwas übertriebene Begriff „Riesentapir“ Verwendung.

Die einheimische Bevölkerung in Asien und Südamerika kennt Tapire schon seit tausenden von Jahren. Schabrackentapire wurden in chinesischen Schulbüchern erwähnt. Aus der Zhou-Dynastie stammt ein rund 3000 Jahre altes Weihgefäß aus Bronze, das einen jungen Tapir darstellt. Die Abbildung wurde lange Zeit als Elefant gedeutet.


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