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Kategorie: Überblick

In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:
  Überblick: Dem Rätsel auf der Spur
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Montag, 19. Januar 2004, 19:23 Uhr
 
  Forschung
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Bedeutung und Geschichte

Forschen befriedigt unsere Neugier. Aber viel mehr noch kann Wissenschaft helfen, Zusammenhänge aufzudecken und Prozesse zu verstehen, die für unsere Sicht der Welt und damit auch für unser Überleben und von Bedeutung sind. Die Funktion eines Ökosystems und die Bedürfnisse seiner Bewohner zu kennen, ist eine wichtige Voraussetzung, um Natur wirkungsvoll schützen zu können.

Im Vergleich zu anderen Tiergruppen wissen wir bis heute relativ wenig über Tapire. Obwohl diese Tiere schon lange bekannt sind, haben sich nicht allzu viele Forscher mit ihnen befasst. Ein Grund liegt sicher in ihrer verborgenen Lebensweise in schwer zugänglichem Gelände. Vielleicht fehlt auch ein enger Bezug oder die Hoffnung auf spektakuläre Ergebnisse.

Namhafte Zoologen haben sich mit Tapiren befasst: Alfred E. Brehm widmete dem zeitgenössischen Wissen über Schabrackentapire mehrere Seiten in der einzigen Ausgabe seiner Fachzeitschrift „Der Thiergarten“ (1864), und Charles Darwin erwähnte das Tarnkleid der Jungtiere in seinem Standardwerk „The Descent of Man“ (1871).

Die Grundlagenforschung war in Deutschland mit Arbeiten zur Paläontologie, Morphologie und Verhaltensforschung vertreten. Wolfgang von Richter erstellte 1966 zum ersten Mal einen umfassenden Verhaltenskatalog von Flachland- und Schabrackentapiren und testete Lern- und Gedächtnisleistung. Dies sollte für 35 Jahre die einzige Doktorarbeit über Tapire in Tiergärten bleiben.

Als Pionier der Feldforschung darf Keith D. Williams gelten, der in den späten 1970er Jahren die Ernährung von Schabrackentapiren im Taman Negara National Park in Malaysia untersucht hat. Zur gleichen Zeit ging Valery J. Terwilliger auf Tuchfühlung mit den Baird’s-Tapiren auf Barro Colorado Island, einer Insel im Panamakanal.


Institutionen und Aktivitäten

Das privat geführte Tapir Research Institute (TRI) in Kalifornien sammelte von 1969 bis 1971 erstmals grundlegende Informationen von Zoologischen Gärten zur Haltung von Tapiren. Die zum Teil veröffentlichten Daten sind bis heute gefragt, das umfangreiche Videoarchiv ist leider einem Brand zum Opfer gefallen. 1996 trat die Initiatorin Sheryl Todd mit dem Tapir Preservation Fund (TPF) an die Öffentlichkeit.

Die IUCN/SSC Tapir Specialist Group (TSG) und die Taxon Advisory Groups der internationalen Zoovereinigungen sind heute die einzigen Institutionen, die Forschungsprojekte anregen und koordinieren können. Als Mitglied des Research Committees der Europäischen Zoovereinigung (EAZA) betreut Dr. Udo Gansloßer auch Tapirprojekte.

Universitäten oder Zoos vergeben häufig thematisch, methodisch und zeitlich begrenzte Facharbeiten. Die zum Teil bemerkenswerten Ergebnisse werden leider nicht immer in Fachzeitschriften veröffentlicht. Das Internet erleichtert hier den Informationsaustausch erheblich.

Eine Unterstützung ist bei den meisten Projekten nur in Form von Sachmitteln möglich. Langzeitstudien sind auf Fördermittel von Instituten und Organisationen sowie auf Spenden angewiesen. Die Tapir Specialist Group hat mit dem Tapir Preservation Fund in 2003 den TSG Conservation Fund ins Leben gerufen, um wichtige Vorhaben zu unterstützen.

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