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| Aktuelles: Weltrekord - Tapirzwillinge geboren!
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Samstag, 30. Juni 2007, 15:45 Uhr |
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Aus dem Wildife Conservation Centre, Sungai Dusun, Selangor, Malaysia, wurde vor kurzem ein Weltrekord gemeldet: Es handelt sich um die erste Geburt von Zwillingen bei Schabrackentapiren. |
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| Aktuelles: Ausgezeichneter Artikel über Tapire
Verfasst von: admin am Sonntag, 30. Oktober 2005, 00:15 Uhr |
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Mehr zum Wettbewerb Hauptsache Biologie erfahren Sie auf der Seite von Promega. Zur Bewertung der Jury lesen Sie bitte weiter... |
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| Aktuelles: Bergtapir im Los Angeles Zoo geboren
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Montag, 20. Oktober 2003, 15:39 Uhr |
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Eine gute Nachricht kommt aus dem Los Angeles Zoo. Dort wurde am 10. Oktober ein männlicher Bergtapir geboren. Von dieser Art lebt weniger als ein Dutzend in Zoologischen Gärten. |
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| Aktuelles: Geburt eines Schabrackentapirs im Woodland Park Zoo
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Montag, 06. Oktober 2003, 18:28 Uhr |
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| Verhalten: Tapire können mehr, als man glaubt
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 26. September 2003, 20:56 Uhr |
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Auszüge aus einem umfangreichen Verhaltenskatalog (Ethogramm) werden später an dieser Stelle veröffentlicht. Großer Ameisenbär bei der Inspektion von Körperöffnungen.
- der Rüssel als Werkzeug Buchtipp zum Verhalten von Tapiren
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| Zahlen & Fakten: Für Neugierige und Fortgeschrittene
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 26. September 2003, 20:48 Uhr |
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| Lebensweise: Sauna - Vegetarier - Single
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 26. September 2003, 20:35 Uhr |
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Tropische, immergrüne Wälder sind der bevorzugte Lebensraum von Tapiren. Ihre gedrungene Gestalt, die kleinen, tief sitzenden Augen und der kurze Schwanz eignen sich hervorragend zur Fortbewegung im dichten Unterholz. Mit ihren weichen Sohlenpolstern bewegen sich die Tiere praktisch lautlos auf dem Waldboden und überwinden dank der beweglichen Hufe selbst steile Böschungen und andere Hindernisse mit Geschick. Zwischen natürlicher Vegetation sind Tapire hervorragend getarnt.
Die Tiere nutzen zum Teil feste Pfade (Wechsel), die wie Tunnel durch das Buschwerk führen und häufig am Ufer von Flüssen direkt ins Wasser münden. Tapire können hervorragend schwimmen und tauchen und suchen das Wasser zur Abkühlung und zum Schutz vor Feinden und Parasiten auf. Ihr gut ausgeprägter Geruchssinn hilft ihnen bei der Suche nach Nahrung und bei der frühzeitigen Erkennung von Feinden.
Als Nahrung dient eine vielseitige Pflanzenkost aus Blättern, Zweigen, Früchten, Gräsern und Wasserpflanzen, von denen sie jeweils gezielt kleinere Mengen auswählen. Dieses Verhalten sorgt für eine ausgewogene Ernährung und schützt vor möglichen Vergiftungen. Besonders schmackhafte junge Triebe finden sie auf Lichtungen oder in Ufernähe. An Salzlecken werden lebenswichtige Mineralstoffe aufgenommen. Nach verschiedenen Berichten fressen Tapire gelegentlich auch etwas Fleisch oder Fisch (Aas). Als Pflanzenfresser (Herbivoren) beeinflussen Tapire die Entwicklung des Waldes, zum einen durch Niedertrampeln und Verzehr von Pflanzenteilen, zum anderen durch die Ausbreitung von Samen und Früchten. Von abgebrochenen Zweigen profitieren kleine Hirsche wie Muntjaks oder Pudus, für die diese Nahrung sonst nicht erreichbar wäre. Die Samen mancher Bäume und Sträucher keimen besser, wenn sie von Tapiren unzerkaut geschluckt und an anderer Stelle mit dem nährstoffreichen Kot wieder ausgeschiedenen werden. Ausgewachsene Tapire haben als Feinde vor allem Tiger, Leoparden oder Jaguare zu fürchten. Bei Gefahr ergreifen Tapire meist die Flucht und preschen abseits ihrer Pfade durchs Gebüsch, bis sie ihre Verfolger abgeschüttelt haben. Die dicke Haut im Nacken hilft, Attacken von Raubkatzen abzuwehren. Oberflächliche Wunden, die sie sich durch Bisse, Tatzenhiebe oder Vorbeischrammen an spitzen Zweigen zuziehen, verheilen meist schnell. Die größte natürliche Bedrohung für diese Tiere stellen die Aktivitäten von Menschen dar.
Tapire leben überwiegend als Einzelgänger. Die intensivste Bindung besteht zwischen Müttern und ihrem Nachwuchs. In einigen Fällen bleiben auch Paare außerhalb der Fortpflanzungszeit zusammen. An wichtigen Futter- oder Wasserstellen treffen gelegentlich mehrere Tiere zusammen. Verstreut lebende Partner finden sich im dichten Wald aufgrund von Duftmarken (Kot, Urin) und schrillen Pfiffen, die vor allem paarungsbereite (brünstige) Weibchen äußern.
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| Evolution: Auch Tapire haben einmal klein angefangen
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 26. September 2003, 20:29 Uhr |
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Tapire erscheinen dem Betrachter wie Relikte aus einer vergangenen Zeit. Tatsächlich sind sie von allen Unpaarhufern am ursprünglichsten geblieben und werden deshalb auch als Lebende Fossilien bezeichnet. Zu den ursprünglichen Merkmalen zählen zum Beispiel die Ausprägung der Füße und des Gebisses. Die Zahl der Zehen und Zähne von Tapiren ist mit denen der Urpferde (Hyracotherium) identisch. In Gestalt und Lebensweise ähnelten die Vorfahren der Tapire den Urahnen der Pferde sehr stark. Beide waren kleine Waldbewohner, deren Ursprung vor rund 50 Millionen Jahren (Eozän) in Europa und Nordamerika lag. Aus der einen Linie gingen die späteren Nashörner und Tapire hervor (Unterordnung Ceratomorpha), während sich die andere Linie zu den Pferdeartigen entwickelte (Unterordnung Hippomorpha). Die Entwicklung innerhalb der einzelnen Gruppen ist anhand von Fossilfunden nachvollziehbar. Den Urtapiren fehlte der typische Rüssel, was ein vollständig erhaltenes Skelett aus der Grube Messel bei Darmstadt belegt. Veränderungen traten bei späteren Formen vor allem an Schädel und Gebiss auf. Seit etwa 25 Millionen Jahren (Oligozän) sind die typischen Tapirmerkmale vorhanden.
Ein relativ warmes, feuchtes Klima und bestehende Landverbindungen über den Nordatlantik bzw. die Beringstraße ermöglichten vor rund elf Millionen Jahren (Miozän) die Ausbreitung zahlreicher Arten über Europa, Asien und Nordamerika. Nach Südamerika gelangten Tapire erst nach Entstehung des Isthmus von Panama vor etwa drei Millionen Jahren (Pliozän). Zu Beginn der Eiszeiten vor rund 1,8 Millionen Jahren (Pleistozän) starben die meisten Formen in Europa und Nordamerika aus. Die überlebenden Vertreter wanderten nach Mittel- und Südamerika bzw. nach Südostasien ab. Dies erklärt die heute weit voneinander getrennten (disjunkten) Verbreitungsgebiete der amerikanischen und asiatischen Tapire. Bis in die jüngere Zeit lebten weitere Tapirarten auf der Halbinsel Florida sowie auf den Inseln Sumatra und Java. In China existierte eine Großform, die doppelt so schwer wurde wie der Schabrackentapir.
Während sich Vertreter der verwandten Nashörner und Pferde an neu entstandene Graslandschaften angepasst haben, sind Tapire dem Lebensraum Wald treu geblieben. Mit Hilfe ihres Rüssels haben sie neue Nahrungsquellen erschlossen und sich gegen die Konkurrenz der wiederkäuenden Paarhufer behauptet. Trotz ihrer langen Geschichte und altertümlichen Erscheinung sind die heute lebenden Tapire unsere Mitbewohner in der Gegenwart. Sie werden auch weiterhin aus eigener Kraft verstehen zu überleben, sofern wir ihnen die Voraussetzungen dafür nicht entziehen.
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| Merkmale: Was den Tapir zum Tapir macht
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 26. September 2003, 20:22 Uhr |
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Obwohl Tapire (Familie Tapiridae) von ihrer äußeren Gestalt eher Schweinen ähneln und ihr kurzer Rüssel an Elefanten erinnert, sind sie am engsten mit Nashörnern verwandt. Dies belegen sowohl die Auswertung von Fossilfunden wie auch genetische Untersuchungen. Gemeinsam mit Nashörnern und Pferden bilden Tapire die Gruppe der Unpaarhufer (Ordnung Perissodactyla). Als Träger von Haaren und Milchdrüsen gehören sie selbstverständlich zu den Säugetieren (Klasse Mamalia). Im Laufe ihrer Entwicklung (Evolution) haben Tapire bestimmte Merkmale ausgebildet, durch deren Besitz sie sich als einheitliche Gruppe mit gemeinsamer Abstammung definieren lassen. Die Familie der Tapire umfasst heute vier Arten: Flachland-, Berg- und Baird's-Tapir in Süd- und Mittelamerika und den Schabrackentapir in Südostasien.
Charakteristisch für Tapire ist ihr kurzer, muskulöser Rüssel, der eine Verlängerung von Nase und Oberlippe darstellt. Das flexible, d.h. verlängerbare und nach allen Seiten bewegliche Gebilde, setzen die Tiere zur Aufnahme von Gerüchen, zum Abtasten von Gegenständen und zum Greifen von Zweigen ein. Ein kleiner Wulst an der Spitze des Rüssels hilft dabei. Die Urtapire haben diesen Rüssel noch nicht besessen. Die mit dessen Ausprägung verbundenen Veränderungen am Schädel - stark nach hinten versetzte Nasenöffnung, fehlende knöcherne Scheidewand und größere Ansatzflächen für die Muskulatur - verleihen dem Schädel sein längliches Aussehen.
Das Gebiss aus niedrigkronigen (flachen), mit zwei Querleisten versehenen Mahlzähnen ist auf die Verarbeitung von faserarmer Blattnahrung ausgelegt. Die große Lücke (Diastema) zwischen Eck- und Mahlzähnen ist typisch für pflanzenfressende Säugetiere. Mit den Schneidezähnen wird die Nahrung festgehalten und abgebissen, die Mahlzähne besorgen das Zerkleinern der Futterstücke. Die Abnutzung der Zähne ist im Gegensatz zu Pferden als überwiegenden Grasfressern nicht so stark, aber die Kaumuskeln sind zum Zerquetschen von Nahrung gut ausgebildet. Wie bei Nashörnern und Pferden findet die Verdauung mit Hilfe eines großen Blinddarms statt; Tapire sind keine Wiederkäuer.
Tapire besitzen vier Zehen an jedem Vorderfuß und drei Zehen an jedem Hinterfuß. Im Vergleich zu uns Menschen fehlt ihnen der erste Finger ("Daumen") und die erste und fünfte Zehe ("große" und "kleine" Zehe). Das Endglied jeder Zehe ist von einem länglichen Huf bedeckt. Die nachwachsende Hornschicht der Hufe ist relativ weich und nutzt sich beim Gehen wieder ab. Die Anatomie des Fußskeletts ist maßgeblich für die Namensgebung der Unpaarzeher (Perissodactyla = Mesaxonia), da die Hauptlast des Körpers auf dem dritten (mittleren) Strahl im Hand- und Fußskelett ruht. Dieser bleibt bei den Einhufern mit reduzierter Zehenzahl als einziger bestehen.
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| Bergtapir: Die attraktivste Art
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Donnerstag, 25. September 2003, 21:35 Uhr |
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Wolltapir
Bergtapir - Männchen (links) und Jungtier (rechts, Foto: Tad Motoyama, Los Angeles Zoo)
Der Bergtapir ist die kleinste und seltenste Tapirart. Er kommt nur in den Bergregionen der Anden vor, wo sein Bestand durch landwirtschaftliche Nutzung und direkte Verfolgung stark bedroht ist. Als einzige Art besitzt er ein weiches, dichtes Fell, das ihn vor intensiver UV-Strahlung und vor Kälte schützt. Die Tiere fördern die Ausbreitung und Keimfähigkeit zahlreicher Nahrungspflanzen.
längere Behaarung mit dichter Unterwolle, Schädelprofil konvex (nach außen gewölbt)
tief dunkelbraun bis kohlschwarz, im späten Jugendstadium rotbraun, weißer Lippensaum, z.T. weißer Haarsaum an den Spitzen der Ohrmuscheln, Hufe grau, an der Basis z.T. etwas heller Jungtiere rot- bis schwarzbraun, Kehle, Brust und Bauch weißlich, mit weißen, unterbrochenen Linien und Flecken
Kopf-Rumpf-Länge ca. 180 cm, Schulterhöhe 75-80 cm, Schwanzlänge < 5 cm
150-250 kg, Weibchen meist etwas schwerer als Männchen
Bergwälder, Nebelwälder und Hochebenen (Paramos) in den Anden bis zur Schneegrenze, 2.000-4.500 m ü.N.N.
Höhenlagen der Anden in Kolumbien, Ecuador, Peru
keine
Freiland ca. 2.500, Zoohaltung ca. 10 Tiere
Merkmale
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