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Thema: Fundgrube

In diesem Thema sind folgende Beiträge:
  Kunst & Kultur: Geschöpfe Gottes: Tapire
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 23. Dezember 2005, 21:39 Uhr
 
  Fundgrube
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TAPIR

Der Tapir ist ein scheues Tier,
vermeidet ängstlich Blößen.
Er lebt im dunklen Waldrevier,
zählt zu den stillen Größen.

Er gilt als lebendes Fossil
aus tertiären Zeiten.
Sein Rüssel schnüffelt rasch und viel,
bedächtig ist sein Schreiten.

Der Tapir, fast ein Fabeltier,
wird leider kaum beachtet.
Gleichwohl zählt er zum Erdwelt-Wir,
gern dämmerungumnachtet.

Was mag wohl seiner Ohren Spiel
dem, der es sieht, bedeuten?
Hat dieses Tun ein echtes Ziel?
Hörst, Tapir, du was läuten?

Bewirke, liebes Tapirtier,
daß wir was davon hören!
Daß wir in unsrer Ausrottgier
auf deine Urwelt schwören!

Wir wollen ja längst gar zu gern
in eine Frühwelt gleiten.
Und liegt sie zeitlich noch so fern -
magst du uns hingeleiten?

Josef Wilms, 3. September 2005



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  Türquietschen auf Tiergarten-CD
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Freitag, 11. November 2005, 13:34 Uhr
 
  Fundgrube
1803 Aufrufe




Die neue CD-ROM "Tiergarten Nürnberg" bietet einen virtuellen Rundgang durch den attraktiven Landschaftszoo. Die interaktiven Panoramen gewähren auch Einblicke in die Tapirhaltung. Zusätzlich lassen sich für viele Tierarten weitere Informationen in Text, Bild und Ton abrufen.


 

  Kunst & Kultur: Tapirentschuldigung: Künstleraktion im Zoo Berlin
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Donnerstag, 30. September 2004, 18:39 Uhr
 
  Fundgrube
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gedicht an das tapirmädchen ronja im zoo berlin

wie sehr es mir
auch leid
tut
aber fast fürchte ich
wie kannst du
mir verzeihen
welches leben führst du
und was kann es
dir bedeuten
wenn ich mein mitleid
pflege
trotzdem
hoffe ich
es kann dir gut gehen
und bitte
dich
um entschuldigung dafür


petrus akkordeon 27.09.2004


                         
pegasustapir                                                                        tapir

    
untitled2                                                                               tapire

Bilder: petrus akkordeon 27.09.2004



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  Verschiedenes: Unglaublich, aber wahr
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Mittwoch, 15. Oktober 2003, 21:58 Uhr
 
  Fundgrube
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Es gibt die verrücktesten Beispiele, wo Tapire in Wort oder Bild überall auftauchen. Nicht nur zig Varianten von Plastik- und Plüschtapiren, Briefmarken und Telefonkarten sind diesen Tieren gewidmet. Sogar eine Straße in Bielefeld und ein Prototyp von Porsche sind nach ihnen benannt. Von Graffitis und Halloween-Kostümen ganz zu schweigen…

In diesem Abschnitt möchten wir diese Beispiele einmal näher vorstellen und weitere ergänzen. Die passenden Bilder gibt es dann in der Galerie zu sehen. Bitte um etwas Geduld! Tapire sind von Natur aus auch etwas träge.



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  Kunst & Kultur: Tapir ist Thema seit 3000 Jahren
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Mittwoch, 15. Oktober 2003, 21:56 Uhr
 
  Fundgrube
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Die ältesten Tapir-Darstellungen aus früheren Kulturen reichen einige tausend Jahre zurück. Historische Belege sind aber relativ selten. Aus den letzten Jahrhunderten stammen vor allem Gemälde, Drucke und Tapisserien. Kunsthandwerker der Gegenwart haben Tapire als Kunst- und Kultobjekt entdeckt und lassen Objekte aus Glas, Keramik, Holz und Metall entstehen.

Einer der ältesten kunsthistorischen Gegenstände in Gestalt eines Tapirs ist ein Weihgefäß aus der chinesischen Zhou-Dynastie des 10. Jh. v. Chr. Die in Katalogen als Elefant geführte Bronze geriet nach dem Zweiten Weltkrieg als Beutekunst von Berlin nach St. Petersburg und gilt seitdem als verschollen.

Ein modernes Kunstwerk schuf Alice Gutjahr mit der Tapir Stuhl Skulptur. Das handgefertigte Einzelstück aus Stahl und Pappmache ist nicht nur äußerst dekorativ, sondern mit den Maßen 90 x 100 x 40 Zentimeter auch als Sitzmöbel geeignet.

Weitere Beispiele werden wir demnächst hier vorstellen.



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  Cartoons & Gedichte: Früchte der Inspiration
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Mittwoch, 15. Oktober 2003, 21:36 Uhr
 
  Fundgrube
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Wer kennt nicht Wilhelm Busch und sein „Naturgeschichtliches Alphabet“ ()? Wer es einmal brav auswendig gelernt hat, erinnert sich vielleicht daran, was zum Buchstaben „T“ geschrieben steht: „Die Turteltaube Eier legt, Der Tapir nachts zu schlafen pflegt.“ Die dazugehörige Skizze hilft beim Einprägen des Sprüchleins.

Ganz in der Tradition des Altmeisters gestaltete Robert Gernhardt die Satire „Amor und der Tapir – Ein Bilderbogen nach Motiven von Wilhelm Busch“ (1993), zu sehen im Deutschen Museum für kritische Karikatur und Grafik. Das Unheil nimmt seinen Lauf, als der Gott der Liebe es auf einen friedlich grasenden Tapir abgesehen hat…

In einem humoristischen Gedicht mit naturwissenschaftlichem Inhalt stellt „Eugen Roth’s großes Tierleben“ (1989) die Tapire im Abschnitt „Unpaarzeher“ vor. Die Einleitung spielt mit der oft verkannten oder an den Rand gedrängten Bedeutung dieser Tiergruppe.

Eine Neuauflage lehrreicher Poesie unter Berücksichtigung moderner biologischer Fakten ist Stefan Seitz und Kate Wilson mit „Tapir Discovery“ (1999) in englischer Sprache gelungen. Eine treffende Übersetzung ins Deutsche liegt noch nicht vor. Das Gedicht steht in einem Artikel der International Zoo News.

Die Biologin Siti Khadijah Abd Ghani aus Malaysia erzählt in der „Malayan Tapir Story“ (2002) eine Sage der Eingeborenen über den Ursprung des Schabrackentapirs in Comic-Sprache nach. Ihr Bruder Shamsul hat dazu die passenden Bilder gezeichnet. Eine Veröffentlichung steht im Newsletter Vol. 11 No. 2 der Tapir Specialist Group.

Außerdem sind Tapire in einzelnen Abenteuern von „Donald Duck“, „Marsupilami“ und „Susi und Strolch“ vertreten.

Wer dazu genauere Angaben machen kann oder weitere Beispiele für diese Rubrik kennt, kann sie gerne an 4TAPIRS schicken: info@4tapirs.de



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  Film & Musik: Tapire als Hauptdarsteller und Statisten
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Mittwoch, 15. Oktober 2003, 20:56 Uhr
 
  Fundgrube
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Durften Tapire in den 1960er Jahren als Statisten in bedeutenden Kinofilmen auftreten, schaffte es ein Baby in den 1990er Jahren zum Hauptdarsteller der bislang einzigen Fernseh-Dokumentation, die sich ausschließlich um Tapire dreht.
Zahlreiche jüngere Tierfilme zeigen kürzere Sequenzen mit Tapiren, die nicht selten in Zoos aufgenommen werden. In ihrer natürlichen Umgebung sind sie nur mit großem Aufwand und viel Glück vor die Kamera zu bekommen.


Kinofilme

Ein phantastisches Erlebnis nicht nur für Tapir-Fans ist Stanley Kubrick’s Science-Fiction-Opus „Odyssee im Weltraum 2001“ (2001 – A Space Odyssee, England 1965). Die ausführliche Anfangsszene zeigt in einer wüstenartigen Landschaft eine Herde von Tapiren in friedlicher Koexistenz mit einer Gruppe von Menschenaffen, bis die Primaten auf den Geschmack von Tapirfleisch kommen. Die Verwertung der Tiere bis zu den Knochen wird theatralisch inszeniert.
Die echten Flachlandtapire hatte man für die Dreharbeiten aus dem Twycross Zoo geliehen. Der Kinobesuch bewegte damals die Teenagerin Sheryl Todd zur Adoption eines Tapirbabys und schließlich zur Gründung des Tapir Preservation Fund.
Weitere Infos: Organisationen, Geschichten, Portraits

In „Papillon“ von Franklin J. Schaffner (USA 1973) mit den Hauptdarstellern Steve McQueen und Dustin Hoffman sieht man in einer kurzen Szene, als die Gefangenen vom Hafen in Saint Laurent über den Marktplatz zum Gefängnis marschieren, einen halbwüchsigen Flachlandtapir auf dem Boden liegen, der gerade versucht, aus einem Wassereimer zu trinken.


Fernsehfilme

Das ARD-Fernsehspiel „Ein Lasterhaftes Pärchen“ von Wolf Gremm (Deutschland 2000) enthält eine Szene mit einem Schabrackentapir im Tapirhaus des Berliner Zoos. Im Dialog sprechen Brigitte Mira und Konstantin Wecker den Schauwert von Tapiren an.


Dokumentarfilme

Die eindrucksvolle Dokumentation „Esperanza – der Bergtapir” (Esperanza, the Mountain Tapir, USA 1996) begleitet das Leben eines jungen Bergtapirs in einem Dorf in Peru von der Aufzucht als Findelkind bis zur Auswilderung nach einem Jahr. Es ist der erste 45-Minuten-Film, der sich ausschließlich um Tapire dreht.

„Abenteuer Wildnis“, ARD-Reihe (Deutschland 2003): Tiere der Nacht, 2. Folge: Geheimnisse des Dschungels
Flachlandtapir beim nächtlichen Baden

„Naturwelten“, HR-Reihe (Deutschland 2003): Vom Alltag wilder Tiere, 4. Folge: Wie sie fressen
Flachlandtapir beim Fressen im Wasser

„Ein Doc für alle Felle“, WDR Doku-Soap (Deutschland 2002)
Flachlandtapire mit Nachwuchs im Zoo Dortmund

„Abenteuer Zoo“, ARD-Reihe (Deutschland)
Schabrackentapire in den Zoos von Chiang Mai, Singapur und San Diego

„From Andes to Amazon“, BBC-Reihe (Großbritannien 2000)

„Wildes Leben“ (Deutschland 1997)

„Duell am Fluss“ (Frankreich 1997)

„Ein Platz für Tiere“ (Deutschland 1970er Jahre)


Wer genauere Angaben zu einem der genannten Sendungen machen kann oder weitere Quellen kennt, möge sich bitte bei 4TAPIRS melden: info@4tapirs.de

 

Musik

“Tapir Joint” heißt ein Titel auf der CD Style Liga #5 von Falk & Pat Cash, die bei Eimsbush in Hamburg erschienen ist. Wie die Hip Hop und Rap Künstler auf diesen Namen gekommen sind, ist nicht bekannt.

Es soll ein deutsches Lied aus den 1920er Jahren geben, in dessen Text das Wort  Schabrackentapir vorkommt. Wer mehr darüber weiß, soll bitte an 4TAPIRS schreiben: info@4tapirs.de




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  Literatur: Ein Platz in der Weltliteratur
Verfasst von: Dr. Stefan Seitz am Mittwoch, 15. Oktober 2003, 20:51 Uhr
 
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Tapire tauchen nicht nur in Lexika und Kinderbüchern auf, sondern haben sich sogar - weitgehend unbemerkt - in die Weltliteratur eingeschlichen. Dass sie dabei nicht immer korrekt dargestellt werden, liegt zum größten Teil an mangelnder Information und nicht nur an künstlerischer Freiheit.

Auf ihrer „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne (Voyage au centre de la Terre, 1864) entdecken zwei Deutsche und ein Isländer unter der Erdkruste prähistorische Lebensformen, unter denen sich das dickhäutige Lophrodon, ein gigantischer Tapir, befindet, der sich hinter Felsen versteckt.

Eine nicht ganz exakte Aussage legt Thomas Mann seinem Professor Kuckuck in „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ (1954) in den Mund, der „Eohippos“ als ursprünglichen Tapir bezeichnet, aus dem sich im Verlauf zahlreicher evolutionärer Stadien unsere Pferde entwickelt hätten.

In „Die Konferenz der Tiere“ (1949, Reprint 1998) von Erich Kästner, illustriert von Walter Trier, demonstriert Tapir Theodor als Vertreter Südamerikas gegen die Unvernunft der erwachsenen Menschen. Kurioser Weise ist er wie ein Schabrackentapir gezeichnet.

Bei Henri Charrière schaut „Banco“ () einem Tapir eine ungewöhnliche Methode zum Fischfang ab: Das Tier zerkaut Teile einer bestimmten Liane, spuckt den Brei anschließend in einen Tümpel und frisst die nach kurzer Zeit betäubt an die Oberfläche kommenden Fische.

Ein Zwergtapir taucht in „Die Frau und der Affe“ von Peter Hoeg (1997) auf.


Hinweis

Aktuelle Lexika, Sach- und Kinderbücher werden ergänzt.

Die Tapir Bibliography führt eine umfangreiche Liste von wissenschaftlichen Veröffentlichungen.



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